Zum 16. Mal fand das Schachturnier der Grundschulen des Vogtlandkreises statt. Die Erwartungen waren groß, denn es meldeten sich vorab 107 junge Schachspieler zum Schachturnier des Jahres an. Am Ende kamen tatsächlich 105 Schachspieler, 27 Mädchen und 78 Jungen.. Besonders stolz sind die Organisatoren, dass dieses Jahr 4 Kindergartenkinder teilnahmen.
Die Grundschule „Karl Marx“ bot 50 Schachspieler auf und beweist, dass sie den Titel „Deutsche Schachschule“ zu Recht trägt. Mit großem Abstand folgt die Astrid-Lindgren-Schule Plauen mit 11 Spielern, die Erich-Ohser-Grundschule Plauen mit 7 Spielern und die Grundschule Markneukirchen/ Erlbach mit 6 Spielern.
Die Grundschule „Karl Marx“ Plauen bot auch in diesem Jahr beste Bedingungen – in der Turnhalle das Turnier, im Außengelände genügend Möglichkeiten zum Austoben oder Relaxen und in der Cafeteria ein reichhaltiges Angebot für den kleinen Hunger und aufkommenden Durst. die größeren Nachwuchsschachspieler des SK König Plauen richteten die Turnhalle für das Turnier her und räumten nach Turnierende alles wieder zurück an seinem Platz. Dafür ein ganz großes Dankeschön!


Landrat Thomas Hennig eröffnete das 16. Schachturnier der Grundschulen des Vogtlandkreises. Unter großen Beifall enthüllte er vor den anwesenden Spielern, Geschwisterkindern, Eltern, Großeltern, Trainern und Betreuern den neuen Wanderpokal, den der Dresdner Künstler Jens Bleul entwarf. Der Wanderpokal war bei Jung und Alt ein begehrtes Fotomotiv.


In diesem Jahr wollte ich erfahren, wie die Kinder zum Schach fanden. Die Umfrage unter anwesenden Eltern ergab, dass sehr viele Kinder das Schachspiel von den Eltern, vorzugsweise von Opa und Papa erlernten. Der Weg in die Schulschach-AG ist dann der nächste Schritt. Andere erzählten, dass ihr Kind mit dem Wunsch nach Hause kam, in der Schach-AG an der Schule Schach zu lernen.
Gerade in der Klassenstufe 1, in der auch die Kindergartenkinder mitspielten, zeigen sich große Unterschiede, weil darunter Schachspieler sind, die erst mit dem Spiel begonnen haben und andere, die schon länger Schach spielen. Es ist für die Kinder immer eine besondere Erfahrung, alle gegnerischen Figuren zu schlagen und trotzdem nicht den ganzen Punkt zu bekommen. Nur wenn der König „Schach matt“ gesetzt wurde, hat man den vollen Punkt erkämpft. Dies schaffen nicht immer alle Kinder. Da können schon mal die Tränen kullern, wenn man fleißig geübt hat, wie man das Schäfermatt als Schwarzer abwehrt und der Schwarze einfach den Spieß umdreht und den Weißen mit dem Schäfermatt den Punkt abluchst.
Auf eine Eröffnung, die man selbst mit Weiß spielt, als Schwarzer richtig zu reagieren, ist gar nicht so einfach.


24 Medaillen für Mädchen und Jungen aus 11 Schulen zeigen, dass die Grundschule „Karl Marx“ trotz ihres riesigen Teilnehmerfeldes harte Konkurrenz hatte. Dreimal belegten die Spieler der Grundschule „Karl Marx“ den ersten Platz in ihrer Klassenstufe und fünfmal gewann ein Spieler einer anderen Schule. Die größten Teilnehmerfelder waren in den Klassenstufen 2 mit 34 Teilnehmern und Klassenstufe 3 mit 29 Teilnehmern. In den Klassenstufen 1 bis 3 dominierten die Sieger das Teilnehmerfeld und erreichten das Maximalergebnis 7 Punkte.
Wilhelm Köhler (Kindergarten) belegte in der Gesamtwertung der Klasse 1 den vierten Platz, punktgleich mit dem Dritten – das sind 5 von 7 Punkten. In den kommenden Jahren wird man sicherlich noch von ihm hören. Unangefochten belegte Muhammad Fistigkoglu den 1. Platz vor Muried Mashaka (beide Grundschule „Karl Marx“ Plauen). Den dritten Platz holte Pepinot Ungethüm von der Otto-Schüler-Grundschule Ellefeld. Zelda Helm entschied das Mädchenduell für sich und verwies Lilas Takwas auf Platz 2 (beide Grundschule „Karl Marx“ Plauen).
Mykhailo Zhezhera (Grundschule Friederike-Caroline-Neuber Reichenbach). wiederholte seinen Vorjahreserfolg wieder mit 7 Punkten, dieses Mal in Klassenstufe 2. Auf Platz 2 kam, wie im Vorjahr, Mowaffak Khoudair (Grundschule „Karl Marx“ Plauen) vor Ahmad Alkassoum (Erich-Ohser-Grundschule Plauen). Bei den Mädchen gewann Leyal Fistigkoglu (Grundschule „Karl Marx“ Plauen) knapp vor ihrer punktgleichen Schulkameradin Amina Shelest, weil sie im Vergleich zu Amina Shelest die stärkeren Gegner hatte. Hoang Mai Phung machte mit ihrem dritten Platz das Trio für die Grundschule „Karl Marx“ perfekt.

Elisabeth Kluge (Grundschule „Karl Marx“ Plauen), die in den Vorjahren in ihrer Alterklasse gewann, musste dieses Jahr ihrer Rivalin Hanna Schlorf (Grundschule Weischlitz) den Vortritt lassen und belegte mit einem halben Punkt Rückstand Platz 2 in der Klassenstufe 3. Mico Dietel (Lessing-Grundschule Treuen) durfte sich dieses Jahr über die Silbermedaille freuen. Die Goldmedaille holte sein Schulkamerad Daniel Sonntag, der alle Partien gewann und 1,5 Punkte Vorsprung hatte. Die Bronzemedaille ging an Elias Wernicke von der Grundschule Oberlosa.

In Klassenstufe 4 kennen sich schon einge Schachspieler recht gut. Die Rangliste zeigt, dass die Mädchen mit den Jungen hervorragend mithalten. Vanessa Berndt (Erich-Ohser-Grundschule Plauen) und Konstantin Wunderlich (Talsperrenschule Thoßfell) ließen ihren Konkurrenten keine Chance und belegten mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz. Wer von beiden stärker ist, wurde im direkten Duell nicht geklärt. Am Ende hieß es Unentschieden. Auf Platz 2 bei den Mädchen kam Lilly Jeschonneck (Grundschule Neumark) und Platz 3 belegte Yelyza Demchenko (Erich-Ohser-Grundschule Plauen). Mohamad Hazara holte wie im Vorjahr die Silbermedaille vor dem punktgleichen Mateo Adislen (beide Grundschule „Karl Marx“ Plauen).

Den Pokalsieg für die Grundschule „Karl Marx“ Plauen fuhren die Spieler der Klassen 1 und 2 ein. Auf Platz 2 kommt die Erich-Ohser-Grundschule Plauen, vor der Astrid-Lindgren-Grundschule Plauen. Die Spieler ihrer Mannschaften kamen aus allen Klassenstufen.

Zweiter Platz in der Schulwertung

Erster Platz in der Schulwertung

Dritter Platz in der Schulwertung